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Mehr Privatsphäre zuhause trotz großer Glasflächen und enger Bebauung

Große Fenster, die für lichtdurchflutetet Räume sorgen, und ein offenes Wohnkonzept, um sich nicht eingeengt zu fühlen: Für viele Menschen macht das Traum-Eigenheim genau das aus. Allerdings kann darunter die Privatsphäre leiden – ganz gleich, ob tatsächlich oder nur dem Empfinden nach. Das hat mitunter beträchtliche Negativauswirkungen. Doch dank einer Reihe verschiedener Lösungen gehören neugierige Blicke von Nachbarn und Passanten der Vergangenheit an, ohne dabei das offene Wohnkonzept einzuschränken.

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1. Die Herausforderung: Wenn Vorstellungen, Bedürfnisse und Realitäten kollidieren

Das eigene Zuhause ist ein wichtiger Rückzugsort, an dem wir uns frei bewegen und verhalten, einfach „wir selbst“ sein können – anders als in der Öffentlichkeit, wo es gewisse soziokulturelle Gepflogenheiten einzuhalten gilt.

Vieles, was zu diesem Verhalten im privaten Bereich gehört, ist zwar allgemeinhin üblich. Dennoch bevorzugen es die meisten Personen, höchstens engste Vertrauenspersonen daran teilhaben zu lassen. Das umfasst Dinge, die mit unserem Schamgefühl zu tun haben, ebenso wie Situationen, in denen wir uns verwundbar fühlen, oder die wir aus anderen, oft persönlichen Gründen als privat ansehen.

Ebenso gehören hierzu profane Dinge. Viele Menschen möchten sich beispielsweise nicht beim Kochen, Putzen, Fernsehen oder ähnlichen Situationen beobachten lassen.

Wie groß das eigene Bedürfnis nach entsprechender Abschottung ist, um eine ausreichende Geborgenheit, bzw. Privatsphäre zu empfinden, hängt stark von persönlichen Einstellungen ab. Mancher fühlt sich bereits gestört, wenn die Nachbarn ihn beim Kochen beobachten. Ein anderer findet seine Grenze vielleicht erst dort, wo ihn Passanten durchs Fenster beim Duschen sehen.

Wie jede Wohnform haben auch Reihenhäuser Vor- und Nachteile.

Hier kommen zeitgenössische architektonische Stile sowie Siedlungskonzepte ins Spiel:

  • Ein Großteil des privaten Wohnungsbaus in Form von Ein- und Zweiparteiengebäuden findet in Neubaugebieten statt. Aufgrund von Flächenmangel und Marktpreisen sind dortige Grundstücke eher kompakt zugeschnitten. Das bedeutet eine relativ dichte Bebauung und somit räumliche Nähe.
  • Viele zeitgenössische Wohngebäude nutzen offene Raumgestaltungen. Das bedeutet wenige Wandflächen und lässt einen gegebenen Raum nicht nur größer wirken, sondern macht ihn tatsächlich größer.
  • Zusätzlich besitzen viele Häuser großflächige Fenster. Dies trägt ebenfalls zum offenen Wohngefühl bei, weil es Grenzen zwischen Außen- und Innenraum aufbricht. Zudem ist eine große Tageslichtausnutzung gewährleistet, was das Wohnkonzept unterstützt und zudem energetische Vorteile hat.

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Diese drei Tatsachen können mit dem Bedürfnis nach Privatsphäre kollidieren. Denn sie gehören zu den Faktoren, die das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden beeinflussen. Ein solcher Zwiespalt zeigt sich teilweise erst mit steigender Alltagserfahrung nach dem Einzug.

2. Zuhause, aber dennoch nicht privat: Die mitunter gravierenden Folgen

Viele Menschen können zeitweilig auf einen Teil ihrer Intim- bzw. Privatsphäre verzichten. Beispielsweise in den Gemeinschaftsduschen von Schwimmbädern oder Fitnessstudios oder generell im Urlaub fernab von bekannten Gesichtern. Doch zuhause möchten die meisten Menschen ihre Privatsphäre wahren. Ist das nicht oder nur in geringem Maße möglich, kann das den Ergebnissen einer Studie nach weitreichende Folgen haben, unter anderem

  • ein insgesamt reduziertes Wohlbefinden,
  • Stress bzw. Anspannung mit vielfältigen weiteren Auswirkungen,
  • mangelndes Entfalten der eigenen Persönlichkeit sowie
  • ein ständiges Gefühl, beobachtet, kontrolliert oder bewertet zu werden.

Dadurch entsteht nicht nur Leidensdruck. Das Empfinden des eigenen Zuhauses als Heim und somit Rückzugs- und Entfaltungsort kann außerdem empfindlich gestört werden – erneut können die davon ausgehenden Folgen sehr weitreichend sein.

Eines steht dabei jedoch fest: Selbst unter Beibehaltung aller offenen, lichtdurchfluteten Architekturkonzepte ist es möglich, diesem Verlust von Privatsphäre wirksam entgegenzutreten – in der Planungsphase und lange nach dem Einzug.

3. Privatsphäre fängt bei der Planung an

Der Unterschied zwischen mangelnder und perfekter Privatsphäre beträgt im architektonischen Sinn oftmals nicht mehr als einige Zentimeter oder Winkelgrade. Im Idealfall widmen Sie sich dem gesamten Thema daher bereits bei Planung und Auswahl von baulichen Details.

Gezielte Grundstückswahl:

Selbst in Neubaugebieten gibt es oftmals die Möglichkeit, sich zwischen Bauplätzen unterschiedlicher Passanten- und Verkehrsdichte sowie Einsehbarkeit zu entscheiden. Beispielsweise kann es bereits einen enormen Unterschied machen, wenn sich auf wenigstens einer Hausseite keine (direkten) Nachbarn befinden. Etwa, weil dort die Straße abknickt oder das Baugebiet endet.

Ebenso gibt es in einem Haus, das an einer Haupt-Zufahrtsstraße des Baugebiets steht, wahrscheinlich größere Herausforderungen als in einem Gebäude, das in einer Nebenstraße errichtet wird.

 

Angepasste Raumverteilung:

Die heimischen Tätigkeiten und die entsprechenden Räume, die von den meisten Menschen als besonders wichtig für die Privatsphäre angesehen werden, sind insbesondere

  • Bad und WC,
  • Schlafzimmer,
  • Ankleidezimmer
  • Balkon bzw. Terrasse und
  • Wohnzimmer.

Selbst im Rahmen offener Raumkonzepte mit großen Glasflächen macht es meistens einen großen Unterschied für die Einsehbarkeit, wie weit der jeweilige Raum von typischen Sichtpunkten entfernt ist. Sei es ein Fenster des Nachbarhauses oder der Gehweg. Insofern sollte die Planung dieser Räume so erfolgen, dass die Zimmer möglichst abgelegen sind.

Falls das nicht gänzlich möglich ist, lässt sich vielfach noch durch die innere Raumaufteilung etwas erreichen. Das führt zum nächsten Punkt.

 

Blockierte Sichtachsen:

Die Umgebung eines Hauses, die Anordnung der Räume, die Möblierung und nicht zuletzt die Position der Glasflächen weisen eine grundlegende Tatsache auf: Damit ein Einblick möglich ist, muss es ungestörte Sichtachsen geben. Gerade deshalb gibt es zahllose Möglichkeiten, um diese Sichtachsen am und im Gebäude zu stören – und dadurch automatisch unerwünschte Blicke zu versperren. Dazu einige Beispiele:

  • Die Wohnzimmercouch kann so aufgestellt werden, dass Sie mit dem Rücken zu den Wänden sitzen. Mitunter lässt sich das ebenso für den Fernseher realisieren.
  • Wo es Innenraumwände gibt, sollten deren Türen bzw. das, was dahinter sichtbar ist, nicht mit Glasflächen in der Fassade fluchten. Zumindest dann nicht, wenn sich außen „Beobachtungspunkte“ ergeben.
  • Je nach Aufstellwinkel, können Regale als Raumteiler Blickachsen versperren, ohne jedoch den Lichteinfall zu sehr abzuschwächen.
  • Speziell in höhergelegenen Etagen, wo die „Blickgefahr“ vom Straßenniveau aus besteht, kann die Verwendung von Fenstern herkömmlicher Bauart einen großen Unterschied zu bodentiefen Glaselementen machen.

Mitunter kann es zudem bereits genügen, in der Planung Fenster nur wenig seitwärts zu verrücken, um jeden Einblick nachhaltig zu unterbinden.

 

4. Lösungen im Außenbereich

Ergänzend zu den bisher genannten Optionen hatten kann und sollte ebenso das gesamte Grundstück mit einbezogen werden, wenn es darum geht, störende Blicke von Nachbarn und Passanten abzuhalten.

Pergola, Markise und Ähnliches:

Häuslicher Sichtschutz lässt sich nur selten auf eine Ebene herunterbrechen, auf der Sehende und Gesehene sich auf gleicher Höhe befinden. Denken Sie etwa an den Balkon des Nachbarn im ersten Stock. Von diesem können verschiedene andere Maßnahmen buchstäblich „überblickt“ werden. Je nach Geografie, kommen sogar noch weiter entfernte Sichtpunkte infrage.

Bei von oben kommenden Blicken spielen verschiedene bauliche Elemente eine ähnliche Rolle, indem sie eine Sichtachse blockieren. Eine besonders flexible Lösung stellt hierbei die sogenannte Seilspannmarkise dar. Dabei handelt es sich um Drahtseile, die unter einem transparenten Terrassen- oder ähnlichen Dach, respektive einem Pavillon oder einer Pergola gespannt sind. Auf den Seilen wiederum sind mithilfe von Laufhaken Sonnensegel aus Stoff aufgefädelt. Dadurch entsteht ein Effekt ähnlich wie bei verschiedenen Vorhängen – nur eben in der Horizontalen. Jedes Segel lässt sich einzeln auf- und zuschieben – ganz nach Bedarf. Aus diesen und weiteren Gründen sind Seilspannmarkisen eine variable und vielfältige Alternative zur klassischen Markise.

In erster Linie ist eine solche Seilspannmarkise ein Sonnenschutz. Aufgrund seines blickdichten Stoffs eignet er sich jedoch ebenso hervorragend, um Blicke auf die Terrasse, den Balkon und sogar in dahinterliegende Zimmer effektiv zu blocken.

Bäume und Sträucher auf dem Grundstück:

Bereits ein Baum oder größerer Strauch hat einen merklich positiven Effekt auf das Mikroklima eines Gartens – und ist nebenbei noch ein attraktives optisches Gestaltungsmerkmal. Ebenso sind solche holzigen Gewächse hervorragend darin, Blicke zu versperren – und das, ohne explizit als Sichtschutz wahrgenommen zu werden. Allerdings gibt es hierbei gleich mehrere Dinge zu beachten, damit ausschließlich positive Effekte überwiegen:

  • Es sollte sich im Idealfall um ein immergrünes Gewächs handeln oder wenigstens um eines, das seine Blätter über den Winter nicht abwirft, wie beispielsweise die Rotbuche. Andernfalls funktioniert der Blickschutz nur im Sommerhalbjahr. Das sollte jedoch im Zusammenspiel mit der Abschattung betrachtet werden: Mitunter sind laubabwerfende Pflanzen die bessere Wahl.
  • Beachten Sie die Wurzelcharakteristik. Insbesondere, wenn der Baum oder Strauch in relativer Nähe zum Haus, unterirdischen Versorgungsleitungen usw. stehen soll.
  • Nach Möglichkeit sollte das jährliche Wachstum eher gering ausfallen. Umso weniger Arbeit macht das Gewächs.
  • Es müssen die durch bundesland- und kommunalspezifische Gesetze vorgegebenen Grenzabstände eingehalten werden – vielfach orientieren diese sich an der möglichen Wuchshöhe.

Sind diese Punkte gewährleistet, dann können Kirschbaum, Haselnuss, Trauerweide, Rotbuche und andere Gewächse jedoch Sonnen- und Sichtschutz mit natürlicher Optik und positiven Effekten für den Garten kombinieren. Überdies sind sie äußerst günstig in der Anschaffung und einfach in der Anpflanzung. Wie bei jedem Gewächs, kann es natürlich dauern, bis sich durch das Wachstum die volle Sichtschutzwirkung entfaltet.

Hecken und andere Pflanzenwände:

In Deutschlands äußerstem Westen, in der Nordeifel südlich von Aachen, liegt das Monschauer Heckenland. Hier, im Hohen Venn, wurden in verschiedenen Dörfern teils schon vor Jahrhunderten hohe und breite Hecken angepflanzt, um die Häuser vor dem insbesondere im Winter scharf wehenden Wind zu schützen.

Es genügt ein Bild solcher Hecken, um eines zu erkennen: Diese grünen Wände sind nicht nur ein hervorragender und natürlicher Windschutz, sondern halten auch Blicke aus unterschiedlichsten Winkeln nach der Seite und Höhe ab. Aus diesem Grund werden Hecken in vielen Kommunen Deutschlands sogar aktiv gegenüber anderen Grundstückseinfriedungen bevorzugt.

Grundstücksgrenzen können auch bepflanzt statt umzäunt werden.

Bewachsene Zäune bieten dazu eine niedrigschwelligere, nicht so viel Raum in der Tiefe beanspruchende Alternative. Ähnlich wie bei Bäumen, so gelten hier jedoch gewisse Vorgaben bzw. Bedingungen:

  • Es gelten kommunales sowie Landesnachbarschaftsrecht. In Grenznähe liegt die übliche Maximalhöhe bei zwei Metern – wenngleich es Ausnahmen nach unten oder oben gibt. 
  • Nach Möglichkeit sollten unbedingt einheimische, ökologisch wertvolle Pflanzen verwendet werden. Die aufgrund ihres schnellen Wachstums in vielen Neubaugebieten beliebte Kirschlorbeerhecke etwa ist diesbezüglich eine schlechte Wahl.
  • Eine Hecke kann im Sommerhalbjahr – je nach Länge und Höhe – durchaus einiges an Arbeit durch den notwendigen Rück- und Formschnitt machen. Das sollten Hausbesitzer unbedingt bedenken.

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Dann aber lässt sich eine buchstäblich „grüne Mauer“ um das gesamte Grundstück errichten. Eine, die auch den Garten zu einer großen Zone der Privatsphäre macht, dabei das Mikroklima positiv beeinflusst und für zahlreiche Lebewesen eine wichtige Nahrungsquelle und Unterkunft darstellt.

Für Besitzer von Gebäuden an vielbefahrenen Straßen zählt zudem noch eine, eher selten beachtete Stärke: Eine dicke, dichte, hohe Hecke hält immens viel Staub und anderen Straßenschmutz ab. Das sorgt nicht zuletzt dafür, dass die Fassade deutlich länger sauber bleibt.

5. Architektonische und dekorative Lösungen

Für die Einsehbarkeit eines Balkons und sogar des ganzen dahinterliegenden Raumes kann es einen massiven Unterschied machen, ob die Balkonbrüstung aus dünnen Metallstreben besteht, aus perforiertem Streckmetall oder aus geschlossenem Mauerwerk. Sofern eine Blockierung der Sichtachsen nicht möglich ist, helfen direktere architektonische Maßnahmen in der Regel, um das Haus selbst blicksicher zu machen.

 

Gezielte Abschattung:

Der Effekt ist bekannt: Schaut man an einem hellen Tag von außen gegen eine Fensterscheibe, dann lässt sich der dahinterliegende dunkle Raum nur insofern einsehen, wie er ebenfalls von der Sonne ausgeleuchtet wird. Je dunkler, desto eher wird man nur das eigene Spiegelbild im Glas sehen.

Denkt man dieses Prinzip etwas weiter, bietet sich durch gezielte Abschattung des Innenraums eine hervorragende Möglichkeit, unerwünschte Blicke so weit zu reduzieren, bis mitunter nicht einmal mehr der direkte Bereich hinter dem Glas einsehbar ist – zumindest nicht, wenn kein Kunstlicht genutzt wird.

Möglich wird das durch vorkragende, einem Vordach ähnelnde bauliche Elemente. Wird deren Länge geschickt berechnet, hat das kaum Auswirkungen auf die natürliche Helligkeit im Raum. Dafür lässt sich aber vor allem verhindern, dass intensive Sommersonne das Gebäudeinnere durch direkte Einstrahlung erhitzt.

 

Transluzente statt transparente Gläser:

TransparentesGlas ist für das menschliche Auge komplett durchsichtig – mit herkömmlichem Fensterglas als wohl bekanntestem Beispiel. Transluzentes Glas lässt hingegen nur Licht durch, versperrt jedoch durch seine Gestaltung Einblicke. Diese Lösung ist aus mehreren Gründen sehr gut:

  • Sie lässt sich in sämtlichen Stadien von Bau und Bewohnung umsetzen – entweder durch entsprechendes Glas oder nachträglich angebrachte Folien.
  • Es gibt zwischen starken Spiegelgläsern, unterschiedlichen Mustern und Strukturen bis hin zu Milchglas eine große Vielfalt, auch in Sachen Farben. Dadurch lässt sich eine nahtlose Integration in die optische Gebäudegestaltung erzielen.
  • Speziell Folien ermöglichen einen sehr gezielten Einsatz, der eine Fensterfläche sogar nur partiell bedecken kann. Zudem gibt es Lösungen, die den Blick von innen nach außen praktisch gar nicht hemmen.

Dieser Ansatz funktioniert nur bei geschlossenen Glaselementen. Das ist aber tatsächlich seine einzige Schwäche.

 

Verwendung von technischen Gläsern:

Diese Lösung dürfte unter allen bisher genannten fraglos die am wenigsten bekannte sein. Solche technischen Gläser können durch einen bestimmten Impuls – etwa Strom oder Licht – Transparenz und/oder Transluzenz gezielt verändern. Den gleichen Effekt nutzen sich selbstständig abtönende Brillengläser. Gläser dieser Art sind grundsätzlich auch zur Verwendung in Fenstern, Fenstertüren und Ähnlichem geeignet.

Der Gattungsbegriff dieser Gläser lautet Smart Glass oder intelligentes Glas. Dahinter verbergen sich unterschiedliche Funktionsweisen:

  • Elektrochromes Glas verändert seine Farbe durch Anlegen einer geringen Spannung. Dies kann bis zur völligen Einschwärzung reichen.
  • Thermochromes Glas verfärbt sich durch Temperaturunterschiede – ist deshalb jedoch nicht sonderlich gut als gezielter Sichtschutz geeignet.
  • Photochromes Glas erzielt seinen Effekt durch sich wandelnde Lichtverhältnisse. Das kann beispielsweise interessant sein, um Fenster abzudunkeln, sobald in Innenräumen das Licht eingeschaltet wird.

Für eine möglichst flexible, aber dennoch präzise steuerbare Privatsphäre ist wahrscheinlich elektrochromes Glas die beste Lösung. Zudem kann es mit simplen manuellen Schaltern oder smarter Haussteuerung verbunden werden.

 

Fassadenmontierte Lamellen oder Jalousien:

Der außenmontierte Rollladen ist bei Weitem nicht die einzige Möglichkeit, um Glasflächen temporär und ganz gezielt abzudecken – und so unter anderem die Privatsphäre zu erhöhen. Denn es existieren ebenso noch verschiedene weitere außen an der Fassade montierte Lösungen, namentlich Lamellen und Jalousien.

Die Grenzen zwischen beiden Begriffen verschwimmen im Alltag ein wenig. Grob gesagt, sind Lamellen häufig fest montierte senk- oder waagerechte Elemente, wohingegen Jalousien sich meist nach der Höhe oder Seite verstellen lassen.

Beides hat einen vergleichbaren Effekt: Je nachdem, in welchem Winkel die Elemente sich zum Fenster befinden, werden Lichteinfall und Blick nach außen faktisch nicht beeinträchtigt. Dagegen können die Blicke von typischen Sichtpunkten aus – etwa Fenster von Nachbarhäusern – durch Winkel und Länge der Elemente völlig blockiert werden.

 

Nutzung von Vorhängen, Rollos und Ähnlichem:

Was meist aus Stoff bestehende Systeme anbelangt, die sich an der Innenseite der Fenster anbringen lassen, kennt der Handel eine faszinierend große Vielfalt von Begriffen und Bauarten. Das mag zwar insbesondere beim Online-Kauf etwas verwirrend sein. Definitiv sorgt es aber einmal mehr für einen enormen Variantenreichtum, um das eigene Zuhause blicksicherer zu machen.

Eine weitere große Stärke: Viele Vorhänge, Gardinen usw. sind beweglich und können dadurch jederzeit individuell justiert werden. Durch die Gestaltung sind solche Stücke zudem ein dekoratives Element, das einen Raum optisch gezielt aufwerten kann.

 

6. Zusammengefasst: Häusliche Privatsphäre ist wichtig und durch unterschiedlichste Maßnahmen realisierbar

Ein Zuhause, in dem Sie sich mangels Privatsphäre nicht immer frei verhalten und fühlen kann, ist kein wirkliches Zuhause. Wohl kommt es hierbei auf das persönliche Empfinden an, ab welcher Grenze Personen keine Blicke von Fremden riskieren möchten. Diese Notwendigkeit kollidiert in vielen Neubaugebieten mit offenen Architekturen und engen Bebauungen. Allerdings lässt sich im Haus und bis hinaus zur Grundstücksgrenze immer eine Lösung finden, die weniger Blicke von außen und mehr Privatsphäre gestattet – ohne dabei das lichtdurchflutete Wohnkonzept zu reduzieren oder gar aufzuheben.

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